Thema der Woche

Die kommenden zwei Wochen stehen im Zeichen des Klimawandels. Eine eigentlich falsche und leider doch so richtige Feststellung. Eine richtige Feststellung, da in Bonn die internationale Klimakonferenz stattfindet. Der Klimawandel und die Klimapolitik werden in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Falsch ist der Eingangssatz, weil der Klimawandel dauerhafte Realität darstellt. Unser Leben steht im Zeichen des Klimawandels. Gleichzeitig wird er von uns Menschen und unserem Lebens- und Konsumverhalten verursacht, beeinflusst und verschärft, leider von der politischen Tagesordnung oftmals verdrängt, in der Bedeutung nach hinten geschoben und andere Kriterien erhalten Priorität.

Eine abstrakte Diskussion, geeignet für Debatten auf höherer Ebene? Ein klares Nein! Natürlich werden die großen Drehschrauben an anderen Stellen bedient. Aber bei Fragen von Fahrradwegen, Attraktivität und Nutzung von ÖPNV,  Erhalt von biologisch wertvollen Bereichen zum Schutz von Insekten ist man schnell bei der kommunalen Ebene.

„Die fortschreitende Zerstörung der Erdatmosphäre, die Vergiftung der Meere und eine drohende Klimakatastrophe, Waldsterben, Grundwasserbelastung, umweltbedingte Krankheiten und die hohen Aussterberaten der Tier- und Pflanzenarten sind die  dramatischsten Zeichen einer umfassenden Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Der ökologische Umbau unserer  Industriegesellschaft ist zur Frage des Überlebens geworden.“ – nein, das ist kein aktuelles Zitat, es stammt aus dem Grundsatzprogramm der SPD aus dem Jahr 1989. Aber tatsächlich: Mit Ausnahme des Waldsterbens hat sich an den grundsätzlichen Problemen wenig verändert.

Die SPD befindet sich in einer Phase der Neuaufstellung. Das betrifft organisatorische Fragen und Fragen der Meinungs- und Willensbildungsprozesse. Ich bin sicher, es bedarf auch einer Neujustierung in der Programmatik der SPD. „Die Herausforderungen von Umwelt- und Klimapolitik bedürfen eines sehr viel höheren Stellenwertes“, so eine Aussage, die ich vor einigen Wochen in einem Artikel getroffen habe. Mit diesem „Thema der Woche“ möchte ich diese noch einmal unterstreichen!

 Ihr

Sven Wieduwilt
Vorsitzender des SPD-Gemeindeverbandes Holle
Mitglied des Gemeinderates und des Kreistages

 

 

 

Schwerpunkte für 2018 festgelegt - Haushaltsklausurtagung der Kreistagsgruppe aus SPD und CDU.

SPD erneuern – eine neue und doch gleichzeitig alte Debatte

 

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Zur Diskussion um einen weiteren Feiertag: Eine Alternative zum Reformationstag

Der diesjährige Reformationstag, der 31. Oktober 2017, war gesetzlicher Feiertag. Gedacht und reflektiert wurde das 500jährige Jubiläum der Reformation. Gleichzeitig haben SPD und CDU in Niedersachsen mit Blick auf ihre Sondierungs- und Koalitionsgespräche diesen Tag als dauerhaften gesetzlichen Feiertag vorgeschlagen. Im „Thema der Woche“ vom 31. Oktober habe ich mich hierzu kritisch geäußert und gleichzeitig eine Alternative vorgeschlagen. Der entsprechende Text findet sich nachfolgend. mehr...

 
 

Ausbildungsberufs „Kaufmann/Kauffrau in E-Commerce“ & Kulturhauptstadt 2025 - Sitzung des Ausschusses für Schule, Bildung und Kultur am 19. Oktober 2017

Am 19. Oktober 2017 tagte der Ausschuss für Schule, Bildung und Kultur des Hildesheimer Kreistages, in dem ich neben dem Migrationsausschuss Mitglied bin.
Auf der Tagesordnung standen die Einführung des Ausbildungsberufes „Kaufmann/Kauffrau in E-Commerce“ an der Berufsbildenden Schule (BBS) Friedrich-List-Schule in Hildesheim und ein Sachstandsbericht zur Bewerbung der Stadt Hildesheim um den Titel „Kulturhauptstadt 2025“.
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Verlängerung des Kindergartenvertrages und Erhöhung der Zahlungen des Landkreises richtiger Schritt

Der Landkreis Hildesheim und die kreisangehörigen Kommunen haben sich über die Verlängerung des Kindergartenvertrages, also der Vereinbarung zur Wahrnehmung der Aufgaben der Kindergartenbetreuung, und die damit verbundene Erhöhung der Zahlungen des Landkreises Hildesheim verständigt. Nun müssen Kreistag und Räte darüber beraten und beschließen. Zusammen mit Maike Gückel, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Holler Gemeinderat, habe ich diese Verständigung in einer Pressemitteilung begrüßt. mehr...