Zum 9. November 1918

 
 

Am 16. November 2018 hatte ich das „Thema der Woche“ unter den Schwerpunkt des 9. November 1918 gestellt. 1918 wird oftmals wahrgenommen als das Jahr des Kriegsendes, des Endes des Ersten Weltkrieges mit seinen Zerstörungen und seinem unermesslichen Leid. Gleichzeitig steht das Jahr 1918 mit der Ausrufung der Republik und mit der Begründung der ersten deutschen Demokratie aber eben auch für Hoffnung auf eine bessere und friedliche Zukunft.
Sie finden das komplette „Thema der Woche“ nachfolgend.

 

In der vergangenen Woche jährte sich die Ausrufung der ersten deutschen Republik und Demokratie zum 100. Mal. Am 9. November 1918 rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann diese Republik aus.

1918 wird oftmals wahrgenommen als das Jahr des Kriegsende, des Endes des Ersten Weltkrieges, der mit seinen Zerstörungen und seinem unermesslichen Leid eine Zäsur zu Beginn des 20. Jahrhunderts darstellte, der die Zerstörungs- und Vernichtungspotenziale des industrialisierten Krieges aufzeigte und Fortschrittshoffnungen zunichte machte.

Gleichzeitig steht das Jahr 1918 mit der Ausrufung der Republik und mit der Begründung der ersten deutschen Demokratie aber eben auch für Hoffnung auf eine bessere und friedliche Zukunft. Gleiches und freies Wahlrecht, das Wahlrecht für Frauen, der 8-Stunden-Tag und die Begründung des Sozialstaates, das sind Beispiele für konkrete Erfolge, die mit der Begründung der ersten deutschen Demokratie einhergingen.

Es waren Erfolge, die aber nicht vom Himmel fielen, keine Erfolge, die zwangsläufig eingetreten sind. Nein, es waren Erfolge, die erkämpft wurden: von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, von Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, von Liberalen und anderen fortschrittlichen Kräften. Es waren auch keine Erfolge ausschließlich weniger Männer. Nein, es waren viele Bürgerinnen und Bürger, die diese Erfolge erkämpft haben. Wenige haben es in die Geschichtsbücher geschafft. Aber ohne die Vielen, die dort nicht vermerkt sind, hätte es diese Erfolge nicht gegeben. Es waren und Heldinnen und Helden, die 1918 unsere Demokratie erkämpft haben und übrigens auch bis 1933 verteidigt haben. Und es wäre dringend notwendig, sich an die vielen „kleinen“ Heldinnen und Helden mit Stolz zu erinnern. Sie stehen in unserer Geschichte für einen ganz wichtigen Teil des demokratischen und solidarischen Deutschlands! 

 
    Bürgergesellschaft
 

 


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