Meine Kandidatur für den Hildesheimer Kreistag

Hierfür stehe ich

Pict9397 Web
 

Der Landkreis Hildesheim blickt in seiner heutigen Gestalt auf eine bald 40jährige Geschichte zurück. 1974 fusionierte der damalige Landkreis mit weiten Teilen des Landkreises Hildesheim-Marienburg, 1977 mit dem Landkreis Alfeld und schließlich folgten 1981 die Gemeinden der früheren Samtgemeinde Duingen.

Es wurde in diesen 40 Jahren viel erreicht – zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern in unserem Landkreis, mit sozialdemokratischen Landräten und sozialdemokratischen Mehrheiten im Hildesheimer Kreistag.

Ich kandidiere in diesem Jahr zum ersten Mal für den Hildesheimer Kreistag. Der Blick ist geprägt durch Stolz auf einen erfolgreichen Landkreis und eine erfolgreiche Kreispolitik in der Vergangenheit und Verantwortungsbewusstsein im Hinblick auf die Herausforderungen, die vor uns liegen.

 

Die Interessen des Wahlbereichs in den Kreistag einbringen

Holle ist seit 2006 nicht mehr im Kreistag vertreten. Es geht darum, die Interessen und Belange der Heimatgemeinde gemeinsam mit anderen Akteuren in die Kreispolitik einzubringen.

Für die Wahl zum Kreistag ist der Landkreis Hildesheim in Wahlbereiche eingeteilt. Unsere Gemeinde bildet einen Wahlbereich zusammen mit den Gemeinden Schellerten und Söhlde. Der gemeinsame Wahlbereich sollte dabei nicht nur eine notwendige organisatorische Unterteilung darstellen. Es gibt auch eine gemeinsame Verantwortung für den Wahlbereich.

 

Die Integration von Flüchtlingen voranbringen

Derzeit (lt. der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 20. Februar 2016) leben im Landkreis Hildesheim ca. 3000 Flüchtlinge. In unserer Gemeinde sind ca. 85 Flüchtlinge untergebracht. Viele von ihnen werden bei uns bleiben, werden unseren neuen Nachbarn sein. Es ist eine Chance und gleichzeitig Herausforderung. Aber diese müssen wir annehmen. Die Integration der Flüchtlinge wird uns in den kommenden Jahren begleiten und beschäftigen. Deshalb sind hier Prioritäten zu setzen.

 

Den demografischen Wandel im Blick behalten

Wir wissen um die demografischen Veränderungen in unserem Landkreis. Zwar ist die Bevölkerungsentwicklung in meiner Heimatgemeinde stabil, in anderen Teilen des Landkreises stehen wir vor der Herausforderung (stark) sinkender Bevölkerungszahlen. Der Zuzug von Flüchtlingen, deren Halten und Integration ist eine Möglichkeit und Chance, der Entwicklung in diesen Bereichen entgegenzuwirken. Das darf aber nicht die einzige Säule sein. Viele Aspekte zusammen: Krippe, Kindergärten und Hort, die Schulstruktur, Verkehrsinfrastruktur und ÖPNV, Versorgung mit Hausärzten und vieles mehr!

 

Zum Öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis Hildesheim

Die SPD in der Gemeinde Holle hatte sich vor einigen Jahren dafür eingesetzt, die Anbindung der einzelnen Ortschaften an den Kernort Holle und in Richtung Hildesheim per Bus zu verbessern. Ein Einsatz, der sich gelohnt hat. Und ein richtiger und wichtiger Schritt.

Aber die Frage von Mobilität kann nicht alleine innerhalb einer Gemeinde und ihrer politischen Entscheidungsträger beantwortet werden. Es ist eine zentrale Frage für die Entwicklung des Landkreises Hildesheim. Es ist ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Und es ist ein Teil der Antwort auf den demografischen Wandel.

Die Verkehrs- und Mobilitätspolitik des Landkreises Hildesheim muss die  Vorteile unterschiedlicher Verkehrsträger optimal nutzen und vernetzen. Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Individualverkehr und Radwege müssen entsprechend gefördert werden.

Auch das ÖPNV-Angebot muss weiterentwickelt werden: Ein moderner ÖPNV muss angebotsorientiert, barrierefrei und zuverlässig sein. Und er muss an den demographischen Entwicklungen ausgerichtet werden.

 

Radwege - eine attraktive Form der Mobilität

Wir sehen es auch bei uns in der Gemeinde Holle: Es gibt einen Bedarf an Radwegen. Leider ist die Umsetzung oftmals gebunden an unterschiedliche Zuständigkeiten im Hinblick auf Landes- oder Kreisstraßen.

Der Landkreis Hildesheim hatte bereits 2009 ein Radwegebauprogramm zum Ausbau und zum Erhalt des Radwegenetzes verabschiedet. Zur Umsetzung der Ziele dieses Programms stehen jährlich 300.000 Euro zur Verfügung, damit parallel zum Straßenbauprogramm ein über die Grenzen der Region verbundenes Netz an Radwegen vorgehalten werden kann. Ziel muss eine zügige Umsetzung der Projekte und Verfahren sein.

 

Schaffung von bezahlbarem Wohnraum

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Landkreises Hildesheim. Die rot-grüne Mehrheitsgruppe im derzeitigen Kreistag hat ein Wohnraumversorgungskonzept initiiert. Damit wird die Grundlage geschaffen, mit der die zukünftige Herausforderung zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bedarfsgerecht eingeleitet werden kann. Dabei sollen insbesondere kinderreiche Familien, Alleinerziehende, ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger darin unterstützt werden, bezahlbaren Wohnraum zu finden, der ihren Bedürfnissen entspricht.

 

Landwirtschaft unterstützen

Trotz eines weiteren Rückgangs und des Strukturwandels bleibt die Landwirtschaft eine wichtige Säule unserer regionalen Wirtschaft. Die Möglichkeiten der Kommunalpolitik sind begrenzt. Aber: das Ziel muss sein, die heimische Landwirtschaft in ihren Belangen und gerade im Hinblick auf den Strukturwandel in dieser Branche auch weiterhin zu unterstützen.

Regionale landwirtschaftliche Produkte erfreuen sich einer zunehmenden Nachfrage. „Regional ist das neue Bio“ ist hierfür eine zutreffende Beschreibung. Die Vermarktung dieser Produkte muss unterstützt werden.

 

Vielfalt der kulturellen Aktivitäten

Unsere Gemeinde ist reich an kulturellen Aktivitäten und kulturellen Anziehungspunkten. Der Laves-Kulturpfad, das Glashaus, die Annen-Kapelle in Luttrum sind Beispiele für Anziehungspunkte. Mit dem Forum Heersum gibt es sozio-kulturelle Aktivitäten, die weit über die Gemeinde und Landkreisgrenzen bekannt sind.

Grundlage für die kulturpolitische Arbeit des Landkreis Hildesheim ist auch weiterhin der Kulturentwicklungsplan. Die Lebendigkeit und Vielfalt der kulturellen Aktivitäten im Landkreis Hildesheim muss erhalten und weiterentwickelt werden.

Kultur und Tourismus gewinnen auch für die ländlichen Regionen an Bedeutung. Ziel der Kreispolitik muss sein, die Vernetzung und Vermarktung der Region zukünftig stärker zu fördern.

 

Den Landkreis ergänzen

Der gescheiterte Fusionsprozess zwischen den Landkreisen Hildesheim und Peine hat gezeigt, mit welchen Schwierigkeiten unterschiedlichster Art ein Fusionsprozess (insbesondere über Landkreisgrenzen hinweg) verbunden ist. Dennoch darf das kein Argument gegen zukünftige Gespräche sein. Aus regionaler Sicht bietet insbesondere der Blick in Richtung der Samtgemeinde Baddeckenstedt mittelfristig Potenziale. Es gibt vielfältige Berührungspunkte. Einen solchen Prozess darf man nicht überstürzen. Es ist auch keine Frage, die kurzfristig zu beantworten ist. Es ist aber ein Prozess, den man im Blick behalten sollte. Insofern ist auch das Gesprächsangebot des Landkreises Hildesheim in diese Richtung zu begrüßen.

 
Verfügbare Downloads Format Größe
Dafür stehe ich PDF 478 KB
FÜR UNSERE REGION - ZUHAUSE | ZUSAMMENHALT | ZUKUNFT PDF 2,92 MB